Degenerative Gelenkerkrankungen
Arthrose
Die am weitest verbreitete Gelenkerkrankung ist die Arthrose.
Für den Begriff der Arthrose, die im Lexikon als Gelenkerkrankung übersetzt wird, existieren zahlreiche Synonyme, die grob das Wesentliche der Erkrankung beschreiben, z.B. Arthrosis deformans, degenerative Gelenkerkrankung, Knorpelabrieb, Knorpelverschleiß.
Tatsächlich handelt es sich dabei definitionsgemäß um multifaktorielle degenerative, also durch Verschleiß entstehende Erkrankung eines Gelenkes. Dabei kommt es infolge zunehmenden Abriebes des Gelenkknorpels schließlich zu dessen Zerstörung, die letztlich auch weitere Gelenkstrukturen wie Gelenkkapsel, Knochen und die zughörige Muskulatur schädigen kann. Die Folgen sind in erster Linie Schmerzen, Schwellungen und Bewegungseinschränkungen des Gelenkes. Durch Schonung des betroffenen Gelenkes können sich in der Folgezeit Fehlhaltungen und/oder Fehlbelastungen anderer Körperregionen entwickeln. Tritt die Arthrose gleichzeitig in mehreren Gelenken auf wird von einer Polyarthrose gesprochen.
Formen von Arthrose
Grundsätzlich kann jedes Gelenk von der Arthrose betroffen sein, am häufigsten aber die gewichtstragenden Gelenke des Beines (Hüfte und Knie). Je nach betroffenem Gelenk gibt es Eigennamen für die Arthrose:
• Kniegelenksarthrose – Gonarthrose
• Hüftgelenksarthose – Coxarthrose
• Schultergelenksarthrose – Omarthrose
• Arthrose der Wirbelgelenke – Spondylarthrose
• Arthrose des Daumensattelgelenkes – Rhizarthrose
• Arthrose der Fingermittelgelenke – Bouchardarthrose
• Arthrose der Fingerendgelenke – Heberdenarthrose
• Arthrose des Ellenbogengelenkes – Cubitalarthrose
• Arthrose des Handgelenkes - Radiocarpalarthrose
• Arthose im englischen Sprachgebrauch – Osteoarthrose / Osteoarthritis
Ursachen von Arthrose
Eine primäre Arthrose, die sich ohne erkennbare Ursache (z.B. eine Vorerkrankung) entwickelt wird von einer sekundären Arthrose aufgrund von Fehlstellungen, Unfällen, Vorerkrankungen (z.B. Morbus Perthes, Rheuma, Brüchen, Stoffwechselerkrankungen) unterschieden.
Grundsätzlich entwickelt sich eine Arthrose immer dann, wenn ein Ungleichgewicht zwischen Belastbarkeit des Gelenkknorpels und tatsächlicher Belastung über einen langen Zeitraum besteht. Dies ist häufig auch bei regelmäßiger intensiver sportlicher Betätigung sowie bei Übergewicht der Fall. Frauen und Männer sind gleichermaßen betroffen, in der Regel beginnend jenseits des 50. Lebensjahres, wenngleich derzeit auch eine eindeutige Tendenz zu jüngeren Jahren besteht. Die Arthrose beginnt fast immer schleichend, verläuft aber auch in Schüben, im Beginn meist symptomlos, später mit zum Teil starken Schmerzzuständen. Sie kann aber auch akut Schmerzen verursachen (= aktivierte Arthrose). Die Schwere der Arthrose, d.h. das Ausmaß des Knorpelabriebes korreliert dabei nicht mit der Schmerzintensität, weil der Knorpelabrieb selbst keine Schmerzen verursacht, sondern die durch die Knorpelpartikel ausgelöste Schleimhautentzündung (= Synovitis) des Gelenkes, die auch für die Überwärmung des Gelenkes und die Ergussbildung im Gelenk verantwortlich ist.
Die primäre Arthrose, die sich ohne erkennbare Ursache entwickelt stellt die altersbedingte Arthrose dar. Sie entsteht in Folge direkter oder indirekter Überbelastung der Gelenke. Eine direkte Überbelastung tritt bei schwerer Arbeit, intensivem Sport oder durch zu hohes Körpergewicht (= Adipositas) auf. Indirekte Überbeanspruchungen sind unter anderem die Verminderung der Knorpelregeneration infolge von Alterung oder Stoffwechselstörungen. Der Knorpelabrieb ist hierbei wahrscheinlich von genetischen Einflussfaktoren abhängig, der aufgrund unterschiedlicher „Qualität“ früher oder später von Verschleiß betroffen ist.
Die sekundäre Arthrose entsteht meist in Folge langandauernder Fehlbelastungen von Gelenken, z.B. durch Gelenkfehlstellungen, beruflich bedingte monotone Belastungshaltungen, nach Unfällen mit Gelenkbeteiligung und bleibender Gelenkveränderung/-schädigung.
Der Gelenkknorpel wird gelenkseitig von der Gelenkflüssigkeit und knochenseitig von den Blutgefäßen des Knochens ernährt. Eine eigene Gefäßversorgung besteht nicht, so dass der Gelenkknorpel sich bei Schädigung auch nur kaum regeneriert. Weil die Faserstruktur des Knorpels so aufgebaut ist, dass Belastungen sich gleichmäßig über den Knorpel verteilen, ist moderate Belastung für die Ernährung des Knorpels zwingend notwendig, da durch Be- und Entlastung der Knorpel ähnlich einem Schwamm ausgepresst und dadurch die Ernährung über die Gelenkflüssigkeit verbessert wird (sog. Walkmechanismus). Daher sollte ein arthrotisches Gelenk auch unbedingt leicht belastet werden. Eine Gelenkruhigstellung über längere Zeit verschlechtert durch einen natürlichen Rückgang der Knorpeldicke die Situation nur noch zusätzlich. Die Intensität der Belastung ist dabei individuell sehr unterschiedlich.
Eine sekundäre Arthrose kann auftreten infolge von:
1. Chronische Überlastung durch Beruf und/oder Sport sowie Übergewicht
2. Posttraumatische Veränderungen
- Fehlstellungen von Gelenken (z.B. X-Bein, O-Bein) nach Unfällen mit Frakturen und /oder Gelenkverletzungen
- Meniskusverletzungen am Kniegelenk, Kapselbandverletzungen mit verbleibenden Gelenkinstabilitäten
3. Gelenkerkrankungen im Wachstumsalter
- Morbus Perthes
- Hüftkopflösung
- Aseptische Knochennekrose im Epiphysenbereich (Absterben von Knochen im Bereich der Wachstumsfuge)
- Osteochondrosis dissecans (Ablösung eines Knorpel-Knochenstückes aus der Gelenkfläche, häufig am Kniegelenk)
4. Angeborene Entwicklungsstörungen
- Hüftdysplasie
- Coxa vara und Coxa valga
- Missbildungen (z.B. Klumpfuß)
- Wirbelsäulenskoliosen
5. Allgemeine Gelenkerkrankungen
- Kristallablagerungen im Gelenk (z.B. bei Gicht)
- Erkrankungen aus dem rheumatischen Formenkreis
- Entzündungen der Wirbelgelenke (= Spondylarthritis)
- Bakterielle Gelenkentzündungen
- Knochennekrosen (= Absterben von Knochen), z.B. Hüftkopf, Kniegelenk, Ellenbogen
6. Systemerkrankungen (Stoffwechsel- und/oder hormonelle Erkrankungen)
- Morbus Wilson (= Kupferspeichererkrankung)
- Morbus Paget (= Erkrankung mit Störung der knochenabbauenden Zellen (Osteoklasten)
- Hämochromatose (= Eisenspeicherkrankheit)
- Akromegalie (= hormonelle Störung mit Riesenwuchs, besonders der Extremitäten)
- Hyperparathyreoidismus (= Störung der Nebenschilddrüse)
- Hämophilie (= Bluterkrankheit)
- Diabetes mellitus (= Zuckerkrankheit).
Symptome der Arthrose
Allen Arthrosen gemeinsam sind charakteristische Beschwerden:
- Der Einlaufschmerz: Dieser tritt typischerweise nach längeren Ruhepausen, z.B. Sitzen oder Liegen als verstärkter Schmerz beim Aufstehen oder Loslaufen auf und bessert sich nach kurzer Einlaufphase während der Bewegung.
- Der Belastungsschmerz: Je nach Schwere der Arthrose kann es nach einem schmerzfreien Zeitintervall während der Belastung zu zunehmenden Schmerzen im betroffenen Gelenk kommen. Diese können sich im Laufe des Tages steigern. Nach Ruhephasen bessern sich die Beschwerden.
Weitere typische Symptome bei Arthrose sind:
- Schwellung des Gelenkes mit und ohne Gelenkerguss
- Überwärmung des Gelenkes
- Steifigkeitsgefühl des Gelenkes
- Bewegungseinschränkung des Gelenkes
- Formveränderung des Gelenkes
- Wetterfühligkeit und Kälteüberempfindlichkeit
Der Krankheitsverlauf erstreckt sich meist über viele Jahre. Den Krankheitsbeginn nimmt der Patient in der Regel nicht bewusst war. Erst wenn die Arthrose voranschreitet, treten Beschwerden auf.
Verlauf der Arthrose
1. Frühstadium
Eine Arthrose entwickelt sich immer infolge einer lokalen Knorpelschädigung. Meist ist dieser zu Beginn nur oberflächlich und daher im Röntgenbild und selbst MRT noch nicht sichtbar. Sobald sich jedoch der Knorpelschaden ausdehnt und vor allem in die Tiefe geht, treten erste Verdichtungen im Knochen auf, die dann auch im Röntgenbild sichtbar werden. Erst jetzt wird von einer beginnenden Arthrose, die also immer als Knorpelschaden mit Knochenveränderungen definiert ist, gesprochen.
2. Zwischenstadium
Viele Arthrosepatienten befinden sich oft über einen Zeitraum von vielen Jahren in einem mehr oder weniger erträglichen Zwischenstadium, in dem es zu wenig bis moderaten Schmerzen kommen kann, seltener auch mal schwere, meist kurz dauernde Schmerzzustände. Die Veränderungen nehmen langsam zu, sind aber meist geringer als im Spätstadium
3. Spätstadium
Im Spätstadium ist der Gelenkknorpel im erkrankten Bereich zunehmend abgerieben und/oder verschwunden, wodurch die jetzt sich gegenüberliegeden freiliegenden Knochen aufeinander reiben. Im Röntgenbild sieht man, dass sich die Knochen der Gelenkpartner direkt berühren. Der normalerweise vorhandene schmale Gelenkspalt ist weitestgehend nicht mehr einsehbar. Auch der Knochen hat sich zunehmend verändert, er kann sich regelrecht auswalzen.
Von den Folgen der Arthrose können in diesem Stadium jetzt auch die Weichteile (Gelenkkapsel, Muskeln, Sehnen, Bänder, etc.) in der Umgebung des Gelenkes betroffen sein. Es resultieren daraus letztendlich ein Muskelrückgang durch Schonung des betroffenen Gelenkes, Schrumpfung von Kapsel-Bandstrukturen auf der einen und mögliche Überdehnung auf der gegenüberliegenden Seite mit der Folge möglicher Gelenkinstabilitäten. Außerdem nimmt die Gelenkbeweglichkeit sukzessive ab. Alle diese Veränderungen an sich führen zu einer zunehmenden Fehlbelastung des Gelenkes und damit zur Zunahme der Arthrose.
Zwischen – und Spätstadium gehen oft fließend ineinander über, wobei die Zunahme der Veränderungen mitunter sehr rasch innerhalb weniger Monate auftreten kann.
Diagnostik der Arthrose
Zum Erkennen des Krankheitsbildes Arthrose stehen grundsätzlich folgende diagnostische Mittel zur Verfügung:
1. Die Erhebung der Krankengeschichte (= Anamnese)
Hierbei werden verschiedene Faktoren erfragt, die für eine Arthrose typisch sind und schon Hinweise auf die Art und Schwere der Arthrose geben können:
- Art der Schmerzen (z.B. Brennen, Stechen, Drücken, Ziehen)
- Lokalisation und Ausstrahlung der Schmerzen
- Auftreten belastungsabhängig oder -unabhängig
- Bewegungseinschränkungen
- Funktionsstörungen in Beruf , Sport und Alltag
- Benötigte Medikamente und /oder schmerzlindernde Maßnahmen
- Schmerzfreie Gehstrecke/Gehzeit
- Wechsel von schmerzhaften und schmerzlosen Intervallen
- Einlauf – und/oder Belastungsschmerzen
2. Die körperliche Untersuchung (= klinischer Befund)
Diese besteht aus der Inspektion (= äußerliche Betrachtung), der Palpation (= Betasten) sowie der Funktionsprüfung.
a. Bei der Inspektion wird auf Haltung, Gelenkstellung, Gelenkschwellung, Muskelatrophie (= Umfangsverminderung eines Muskels), Hautrötung, evtl. Eintrittsöffnungen von Keimen in der Haut sowie Gefäßauffälligkeiten (z.B. Krampfadern (= Varicosis) geachtet.
b. Bei der Palpation spürt man Überwärmung, Gelenkreiben (= Crepitation), Unterhautverquellungen, Haut- und Unterhautkonsistenz, Hautverschieblichkeit, Druckschmerzen und Gelenkergüsse.
c. Bei der Funktionsprüfung wird der Bewegungsumfang eines Gelenkes nach der sog. Neutral-Null-Methode erfasst. Außerdem wird die Bandstabilität des Gelenkes geprüft.
Anamnese und klinischer Befund sind grundsätzlich zu erheben, da der Arzt hier schon entscheidende Hinweise für die spätere Diagnose erhält (in ca. 80% der Fälle).
Die nachfolgenden bildgebenden Verfahren dienen neben der Diagnosebestätigung der Spezifizierung bzw. Gradeinteilung der Arthrose sowie der Diagnosestellung bei unklaren Befunden.
Die Arthroskopie ist dabei eigentlich schon eher ein therapeutisches Verfahren, das aber unter Umständen auch in seltenen Fällen der Diagnosestellung dient (insbesondere am Kniegelenk , Schultergelenk und am Hüftgelenk).
3. Bildgebende Diagnostik (Röntgen, Kernspintomographie, Computertomographie, Sonographie, Szintigrahie)
a. Sonographie
Dabei handelt es sich um eine Ultraschalluntersuchung, die folgende Diagnostik zuverlässig ermöglicht (allerdings in der Routinediagnostik der Arthrose keine große Rolle spielt):
- Gelenkergüsse
- Zysten (z.B. Bakerzyste am Kniegelenk)
- Schleimbeutelentzündungen
- Flüssigkeitseinlagerung im Gewebe
- Schwellungen in Sehnenscheiden zur Unterscheidung von Gelenkergüssen
- Knöcherne Randanbauten
- Verkalkungen innerhalb des Gelenkes (z.B. Meniskus am Knie)
- Verkalkungen von Sehnen und Sehnenansätzen (z.B. Schulter)
- Erfassung oberflächlicher Veränderungen unter Bewegung (z.B. Achillessehne) - Durchblutung
b. Röntgen
Das herkömmliche Röntgenbild ist der Goldstandard in der Diagnostik von Arthrosen und sichert die Diagnose. Sie dient der Stadieneinteilung der Arthrose, Beurteilung der Biomechanik und Gelenkgeometrie, außerdem der Verlaufsbeurteilung sowie der Beurteilung von Kunstgelenken hinsichtlich Position, Lockerungszeichen, Abwanderung und Verknöcherungen außerhalb des Gelenkes.
Folgende typische Veränderungen werden im Röntgenbild beschrieben:
- Gelenkspaltverschmälerung und subchondrale Sklerosierung (= Verdichtung des Knochens unter der Knorpelschicht)
- Osteophyten (= knöcherne Randanbauten)
- Geröllzysten im subchondralen Knochen (= kleine Hohlräume im oberflächennahen Teil des Knochens unter dem Knorpel)
- Deformierung
- Subluxationsstellung (= Fehlstellung des Gelenkes)
- Verkalkungen (z.B. Meniskus, Sehnen)
Anhand der oben beschriebenen Röntgenveränderungen kann eine Einteilung der Schwere einer Arthrose vorgenommen werden:
Stadium I : Beginnende bis leichte Verschmälerung des Gelenkspaltes ohne knöcherme Reaktionen
Stadium II: Verstärkte Sklerosierung der Gelenkflächen, Gelenkspaltverschmälerung bis zur Hälfte des normalen Gelenkspaltes, knöcherne Randanbauten an den Gelenkkanten
Stadium III: Ausgeprägte Sklerosierung der Gelenkflächen, mehr als hälftige Verschmälerung des Gelenkspaltes, größere Knochenrandanbauten
Stadium IV: Gelenkspalt hochgradig verschmälert bis aufgehoben, Randkontur der Gelenkflächen unregelmäßig bei teils fehlender Sklerosezone, massive wulstige knöcherne Randanbauten, Geröllzysten im Knochen, Gelenk deformiert
c. Computertomographie
Diese ist ebenfalls ein Röntgenverfahren, das aber die Diagnose nicht weiter verbessert, außerdem ist die Strahlenbelastung hoch. Sie kann jedoch knöcherne Veränderungen, insbesondere am subchondralen Knochen besser darstellen. Außerdem erlaubt sie die dreidimensionale Rekonstruktion eines Gelenkes zur Anfertigung von Maßprothesen.
d. Magnetresonanztomographie (= MRT oder MRI)
Das MRT hat eine hohe Spezifität und kann schon sehr früh Veränderungen im Gelenk darstellen, bevor das Röntgenbild auffällig ist. Außerdem besteht im Gegensatz zu den Röntgenverfahren keine Strahlenbelastung.
Folgende Gelenkveränderungen sind darstellbar:
- Knorpeldicke und –qualität
- Progredienzbeurteilung
- Knorpeldefekte
- Wassergehalt des Knorpels
- Gelenkschleimhautentzündungen und Verdickungen
- Gewebeschäden außerhalb des Gelenkes
- Knochennekrosen
- Entzündungen im Knochen
e. Szintigrahie
Die Szintigraphie ist ein nuklearmedizinisch bildgebendes Verfahren, das lediglich sekundären Entzündungen aussagekräftig ist. Sie kann die Aktivierung einer Arthose anzeigen. Sie spielt in der Diagnostik der Arthrose nur eine sehr geringe Rolle.
4. Synoviaanalyse (Untersuchung der Gelenkschmiere bzw. Gelenkflüssigkeit)
Nach Punktion eines Ergusses kann im Labor die Gelenkflüssigkeit untersucht werden. Damit kann insbesondere die Art bzw. Herkunft einer unklaren Gelenkentzündung differenziert werden:
- bakterielle Entzündung
- rheumatische Entündung
- unspezifische Entzündung bei aktivierter Arthrose
5. Laboruntersuchung
Das Labor dient vor allem zum Ausschluss anderer entzündlicher Gelenkerkrankungen bei unklaren Reizzuständen und Ergüssen, z.B. Rheuma.
6. Arthroskopie (= Gelenkspiegelung)
Die Arthroskopie ist eigentlich schon eher ein therapeutisches Verfahren, das aber unter Umständen auch der Diagnosestellung dient (insbesondere am Kniegelenk, Schultergelenk und am Hüftgelenk). Sie dient vor allem:
- Genaue Inspektion aller Strukturen innerhalb eines Gelenkes
- Insbesondere genaue Beschreibung der Knorpeloberfläche
- Beurteilung der Festigkeit und Verschieblichkeit des Knorpels
- Erfassen und Behandeln von Meniskusschäden, Sehnen-, Kapsel- und Bandverletzungen
- Aufsuchen und Entfernen freier Gelenkkörper
Therapie der Arthrose
Eine ursächliche Behandlung der Arthrose im Sinne einer Regeneration von Knorpel mit Bildung neuen Knorpels in einer geschädigten Gelenkfläche gibt es nicht !!! Es existieren jedoch einige Möglichkeiten der nicht operativen Behandlung die von praktischer Bedeutung im Hinblick auf die Stabilisierung noch vorhandenen gesunden Knorpels sind. Derartigen Therapien können in frühen Arthrosestadien ein Fortschreiten der Arthrose unter Umständen verhindern, in späteren Stadien zumindest verlangsamen, indem der noch vorhandene gesunde Knorpel strukturell gestärkt und damit belastbarer wird. Darüberhinaus dienen alle therapeutischen Maßnahmen (sowohl nichtoperativ als auch operativ) der Schmerzbeseitigung, Verbesserung der Gelenkfunktion, Hemmung der Destruktion, Verbesserung der Biomechanik und Beweglichkeit.
mehr unter spezielle Arthrosetherapie
WICHTIGE NUMMER
Telefon-Zentrale
0761 45 227 0
Fax 0761 45227 11
Physiotherapie
0761 45227 36
ÖFFNUNGSSZEITEN:
| MO - DO | 08.00 - 17.00 |
| FR | 08.00 - 13.00 |
Aktuelles
Keine News in dieser Ansicht.