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Prävention

Als Prävention bezeichnet man grundsätzlich vorbeugende Maßnahmen jeglicher Art, um eine erwünschte Wirkung zu erzielen und/oder ein unerwünschtes Ereignis, eine unerwünschte Wirkung/Entwicklung zu vermeiden. Ganz allgemein kann von "vorausschauender Problemvermeidung" gesprochen werden. Dabei unterscheidet man zwischen drei verschiedenen Präventionsbegriffen, die sich auf den jeweiligen Zustand des Einzelnen beziehen.

Im Bereich der Medizin haben sämtliche Präventionsmaßnahmen das gleiche Ziel, nämlich bestmögliche Gesundheit zu erhalten oder zu erzielen. Dabei ist unter Gesundheit laut Definition der WHO (Weltgesundheistbehörde) der „bestmögliche Zustand körperlichen, geistigen und sozialen Wohlbefindens“ zu verstehen. Anders ausgedrückt bedeutet dies auch, dass bestmögliche Gesundheit nur dann zu erzielen ist, wenn Körper und Geist im Gleichgewicht zueinander stehen, denn beide sind untrennbar miteinander verbunden.

Unter Primärprävention werden alle Maßnahmen und Verhaltensweisen verstanden, die geeignet sind, eine Krankheit zu verhindern bzw. ihre Entstehung zu verlangsamen.

Die Sekundärprävention soll eine Verschlimmerung oder ein Wiederauftreten einer Krankheit verhindern, wenn bereits Symptome vorhanden sind. Ebenso soll dadurch einer Chronifizierung entgegengetreten werden.

Wenn es bereits zu irreversiblen Einschränkungen gekommen ist, soll die sog. Tertiärprävention das Ausmaß der Behinderung und den Umgang mit ihr günstig beeinflussen.

Die Prävention im Bereich der Sportmedizin wird heutzutage immer wichtiger, denn körperliche Aktivität spielt sowohl unter sozialen Aspekten als auch im Freizeit- und Breitensport eine zunehmende Rolle. Dies insbesondere in Anbetracht einer zunehmenden Zahl von Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems. Aber auch bei anderen Erkrankungen auf dem Gebiet der Orthopädie, bei Stoffwechselerkrankungen (vor allem Diabetes mellitus) und Tumorleiden nimmt die Prävention eine bedeutende Rolle ein. Zahlreiche medizinisch-wissenschaftliche Untersuchungen belegen die Wichtigkeit der Prävention im und durch Sport.

Speziell im Bereich der Sportorthopädie geht es vor allem um die Verhinderung von Sportverletzungen, deren Ursachen sehr vielfältig sind. Durch optimiertes Verhalten vor, während und nach sportlichen Aktivitäten kann das Risiko einer Sportverletzung durch geeignete Maßnahmen jedoch erheblich reduziert werden.

Eine ganz besondere Rolle hierbei spielt die Optimierung des Trainingszustandes. Dies erfordert jedoch einen individuellen Trainingsplan, der optimal auf die jeweiligen Leistungsmöglichkeiten des Freizeit- und /oder Leistungssportlers zugeschnitten wird.

Der Trainingsumfang/-intensität sollte bei mindestens 3 mal pro Woche und jeweils mindestens 30 Minuten liegen. Dabei sollten die Trainingsintensitäten jeweils über 50 % der maximalen Leistungsfähigkeit betragen. Entscheidend dabei ist jedoch, dass bei der Ausdauerbelastungsmessung eine erschöpfende Ergometerbelastung (Fahrrad oder Laufband) stattgefunden hat. Denn nur so ist die maximale Herzfrequenz sicher zu ermitteln.

Auf das Training und vor allen Dingen auf den Wettkampf sollte man immer richtig und ausreichend vorbereitet sein. Dazu gehört vor allen Dingen ein ordentliches Aufwärmtraining inklusive Stretching.

Wichtig ist auch eine entsprechende Sportausrüstung. Jeder individuelle Trainingsplan und jedes Aufwärm- und Vorbereitungstraining ist zum Scheitern verurteilt, wenn die geeignete Sportausrüstung mit passendem Schuhwerk, passender Kleidung etc. nicht vorhanden ist.

Auf eine ausgewogene Ernährung zur Vorbeugung von Mangelerscheinungen (Mineralien, Vitamine usw.) sollte ebenso geachtet werden, wie auf die Signale des Körpers im Hinblick auf Ermüdungs- und oder Krankheitszustände.

Bei Ermüdungs- und Krankheitszuständen muss die Trainings- / Wettkampfbelastung gesenkt werden! Ein kranker Körper ist nicht so leistungsfähig wie ein gesunder Körper. Dies ist besonders auch dann zu berücksichtigen, wenn eine Krankheit (z.B. grippaler Infekt, ...) noch nicht vollständig ausgeheilt ist. Häufige Fehler sind ein frühzeitiger und /oder zu schneller Wiedereinstieg in sportliche Aktivitäten nach Krankheit oder Verletzung. Dies gilt sowohl für Freizeit- als auch Leistungssportler. Insbesondere gilt dies für Neu- und Wiedereinsteiger sowie ältere Menschen, für die vor allem ein Risiko für Herz-Kreislauf und Bewegungsapparat besteht.

 

 

 

 

 

 

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