Die Hochenergie-Induktionstherapie (HEIT) ist eine innovative, nicht-invasive Form der physikalischen Medizin. Durch die Erzeugung starker elektromagnetischer Felder (bis zu 3 Tesla) – etwa 600-mal kräftiger als herkömmliche Magnete – werden tiefe Gewebeschichten stimuliert, um Schmerzen zu lindern, den Zellstoffwechsel anzuregen und die Muskelregeneration zu fördern.
Historie
Die physikalischen Grundlagen basieren auf den Entdeckungen der elektromagnetischen Induktion von Michael Faraday (1831). Während die klassische Niederenergie-Magnetfeldtherapie schon länger existiert, entwickelte sich die moderne Hochenergie-Induktion als Weiterentwicklung. Sie fand zunächst im Leistungssport große Beliebtheit und hat sich mittlerweile als feste Größe in der modernen orthopädischen Schmerztherapie etabliert.
Wirkung
Tiefenwirkung: Die hochfrequenten Magnetfelder dringen tief in den Körper ein, ohne an der Hautoberfläche abzufallen oder das Gewebe zu verformen. Zelluläre Stimulation:
Die induzierten elektrischen Ströme regen die Ionenaktivität in den Zellen an, was die Mikrozirkulation verbessert und Regenerationsprozesse beschleunigt. Muskuläre Effekte: Je nach Frequenzwahl können verspannte Muskeln tiefgehend entspannt (Detonisierung) oder geschwächte Muskeln stimuliert werden. Schmerzlinderung: Die Behandlung kann die Schmerzempfindlichkeit reduzieren, Triggerpunkte beruhigen und entzündungshemmende Prozesse im Körper unterstützen.
Anwendung
Die Behandlung ist schmerzfrei, erfordert kein Entkleiden und dauert meist nur etwa 15 bis 30 Minuten.
Indikationen
Typische Anwendungsgebiete umfassen chronische und akute Schmerzen (z.B. Rückenschmerzen, Nackenschmerzen), Muskelverspannungen, Gelenkverschleiß (Arthrose), Sehnenentzündungen, Förderung der Knochenheilung und Sportlerregeneration, Sportverletzungen (Bänderriss, Muskelverletzungen).
Kontraindikationen
Die Methode darf nicht angewendet werden bei Schwangeren, Personen mit Herzschrittmachern oder Patienten, die metallische Implantate im Behandlungsbereich tragen.